Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Dinslaken fordert eine klare Strategie für den Hitzeschutz. Mit ihrer Anfrage wollen die GRÜNEN von der Verwaltung wissen, wie der aktuelle Stand in Schulen, Kindertagesstätten, Verwaltungsgebäuden und weiteren Liegenschaften ist und welche konkreten Maßnahmen geplant sind.
Hintergrund sind zunehmende Hitzeperioden, die den Alltag in Dinslaken bereits spürbar beeinträchtigen. In diesem Jahr mussten Schulen schon mehrfach hitzefrei geben, und Kitas kündigten an, Kinder bei zu hohen Raumtemperaturen früher abholen zu lassen. Auch Beschäftigte in städtischen Einrichtungen arbeiten zunehmend unter belastenden Bedingungen.
„Hitze ist längst kein kurzfristiges Problem mehr, sondern eine dauerhafte Herausforderung für unsere Stadt“, sagt Rico Koske, Fraktionsvorsitzender der grünen Ratsfraktion. „Wenn Unterricht ausfällt oder Betreuung eingeschränkt wird, hat das direkte Folgen für Familien. Wir halten es für falsch, dass ein umfassender Hitzeaktionsplan aus Haushaltsgründen derzeit nicht umgesetzt werden kann. Deshalb braucht es zumindest einen klaren, schrittweisen Fahrplan mit Prioritäten.“
In der Anfrage möchten die GRÜNEN wissen, welche Gebäude bereits über wirksamen Hitzeschutz verfügen und wo Nachrüstungen geplant oder erforderlich sind. Darunter sollen neben dem Einsatz von Klimaanlagen auch Anpassungsmaßnahmen wie Verschattung, Begrünung, baulicher Wärmeschutz sowie Anpassungen auf Schul- und Kitageländen geprüft werden.
„Hitzeschutz bedeutet neben dem Einbau von Klimaanlagen unsere Gebäude langfristig hitzeresilenter zu machen und dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer*innen zu berücksichtigen“, betont auch Sammy Siegel für die grüne Fraktion. „Oft lassen sich schon mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen spürbare Verbesserungen erreichen”
Darüber hinaus bitten die GRÜNEN um eine Übersicht über mögliche Förderprogramme von Bund, Land und EU. „Wir brauchen eine vorausschauende Planung, damit wir nicht jedes Jahr aufs Neue auf extreme Hitze reagieren müssen“, so Siegel. „Nur so stellen wir sicher, dass Schulen, Kitas und Verwaltung auch in Zukunft verlässlich funktionieren.“
