Die Dinslakener Ratsfraktion der GRÜNEN hat sich mit einem Schreiben an Bürgermeister Simon Panke gewandt und fordert die Stadtverwaltung auf, fristgerecht eine Stellungnahme zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans (NVP) des Kreises Wesel abzugeben. Obwohl die Beteiligungsfrist bereits am 23. Januar endet, wurde den politischen Gremien in Dinslaken noch keine entsprechende Vorlage vorgelegt.
„Auch wenn eine politische Beratung leider nicht mehr möglich ist, sollte die Verwaltung die Möglichkeit nutzen, Verbesserungen des Nahverkehrs in unserer Stadt dem Kreis vorzuschlagen.“, sagt der Fraktionsvorsitzende Rico Koske. „ Ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr ist eine zentraler Baustein für eine gerechte und nachhaltige Stadt.“
Die GRÜNEN sehen die Sicherung eines guten öffentlichen Nahverkehrs als einen wichtigen Standortfaktor für die Dinslaken. Bestehende Strukturen sollten insbesondere in Zeiten knapper Haushaltsmittel bestmöglich und effizient genutzt werden. In ihrem Schreiben nennen die GRÜNEN mehrere konkrete Maßnahmen, die ihrer Meinung nach im Nahverkehrsplan berücksichtigt oder mit höherer Priorität eingestuft werden sollten.
Dazu gehören unter anderem Elemente des Stadtbuskonzepts Dinslaken, eine bessere Erschließung der zukünftigen Walsumbahn, eine verbesserte Anbindung des geplanten Wohnquartiers auf dem Trabrennbahnareal, sowie die Verlängerung der Buslinie 19 bis zur Fliehburg. Außerdem sprechen sich die GRÜNEN für eine bessere Abstimmung von Bus- und Bahnverbindungen und stärkere Verbindungen in Nachbarstädte, zum Beispiel Richtung Oberhausen aus. Aus ihrer Sicht sollten außerdem Landesfördermittel für die geplante XBus-Linie zwischen Dinslaken, Hünxe und Schermbeck genutzt werden.
„Viele dieser Maßnahmen lassen sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen und würden den ÖPNV für viele Menschen spürbar verbessern“, erklärt die verkehrspolitische Sprecherin Kerstin Engel „Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, dass die Stadt eindeutig Position bezieht und ihre Interessen dem Kreis gegenüber vorbringt.“
Die GRÜNEN erwarten, dass die Stadt Dinslaken ihre Rolle im Beteiligungsverfahren aktiv wahrnimmt und sich für einen leistungsfähigen, zukunftsorientierten und sozial gerechten Nahverkehr einsetzt.

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