Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Dinslaken hat am 24. September 2026 eine Anfrage an Bürgermeister Simon Panke zur Versorgung mit öffentlichen Toiletten gestellt. Das Ziel dahinter ist, einen für die Einwohner*innen transparenten Überblick über das vorhandene Angebot zu bekommen und die Situation auch bei knapper Haushaltslage zu verbessern.
Hintergrund sind wiederkehrende Rückmeldungen aus der Bürgerschaft über mangelnde Kapazitäten, Vandalismus sowie geschlossene oder defekte Anlagen, etwa im Umfeld des Bahnhofs. Im Stadtpark wurde eine zunächst beschlossene öffentliche Toilettenanlage nicht umgesetzt, im Bergpark wurde aus Kostengründen auf eine weitere Anlage verzichtet.
Die Verwaltung soll Auskunft geben, wie viele öffentliche Toiletten es in Dinslaken gibt, wo sie liegen und zu welchen Uhrzeiten sie zugänglich sind. Hintergrund sind die widersprüchlichen Angaben, die sich bei einer Internetrecherche finden. Die GRÜNEN regen deshalb an, die Informationen zentral auf der städtischen Internetseite bereitzustellen, etwa als übersichtliche Tabelle, wie es die Stadt Wesel bereits tut.
Gefragt wird außerdem nach Zustand, Reinigungsintervallen sowie danach, welche Anlagen barrierefrei und mit dem Euro-Schlüssel nutzbar sind.
„Eine funktionierende, saubere und barrierefreie Toiletteninfrastruktur ist ein wichtiger Baustein für eine hohe Aufenthaltsqualität in unserer Stadt“, sagt Niklas Graf, Ratsmitglied für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Sie betrifft alle, die in Dinslaken unterwegs sind, besonders Familien mit Kindern, ältere Menschen und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Das zeigt auch die aktuelle Initiative der Wunderfinder, welche unterstreicht, wie wichtig das Thema ist und welche wir ausdrücklich unterstützen. Die Situation am Bahnhof war eine der Gründe für unsere Anfrage und wir sind dankbar über die sehr umsichtigen und konstruktiven Vorschläge.“
Die Verwaltung soll zudem einschätzen, ob eine Wiederbelebung der bereits erprobten Initiative „Nette Toilette“ ein geeigneter und kosteneffizienter Ansatz ist, um Engpässe und begrenzte Öffnungszeiten auszugleichen. Außerdem wird gefragt, ob die Stadt kontrolliert und durchsetzt, dass Gästetoiletten in gastronomischen Betrieben bereitgestellt werden, wo dies vorgeschrieben ist, und welche Regelungen dazu in Dinslaken gelten.
„Uns ist bewusst, dass die Stadt wenig finanziellen Spielraum hat“, so Rico Koske Fraktionsvorsitzender der Grünen in Dinslaken, „Gerade deshalb sollten wir zuerst besser nutzen, was schon da ist, und die Informationen dazu einfach zugänglich machen.“
